Reggies Geschichte und der Start von HOPE FOR HOPE

Neben aktuellen Informationen zur CityChurch versorgen wir dich über unser Blog regelmäßig auch mit Informationen zu unserem Partnerprojekt HOPE FOR HOPE in Kenia. Alle bisher bei uns erschienenen Artikel dazu findest du unter https://citychurch.de/category/hopeforhope/.


Reginold Odhiambo – von Freunden auch Reggie genannt – gründete und leitet das HOPE FOR HOPE Projekt in Mombasas Armenviertel Likoni.

Reggie hat eine beeindruckende Lebensgeschichte: Er selbst wächst unter schwierigsten Bedingungen im Slum von Nairobi auf – einer der größten Slums Afrikas. Er ist das zweite von drei Kindern. Sein Vater stirbt schon in jungen Jahren und so muss seine Mutter Jacinta die drei Kinder alleine in einem Umfeld voller Armut und Krankheit aufzuziehen. Trotz ihrer harten Arbeit reicht das Geld meist nicht um die Kinder ausreichend mit Essen und den notwendigen, alltäglichen Dingen zu versorgen. Neben der Armut sind Reggie und seine Geschwister in den Straßen des Slums täglicher Gewalt und Kriminalität ausgesetzt. Eine hohe HIV-Quote in diesen Stadtteilen lassen die Lage hoffnungslos erscheinen.

 

Eines Tages entscheidet sich Reggies Mama nach Mombasa zu ziehen. Sie hörte, dass es dort besser bezahlte Jobs gäbe. Und so zieht die alleinerziehende Mutter mit ihren drei jungen Kindern nach Likoni, dem Armenviertel von Mombasa, in der Hoffnung dort einen ausreichend bezahlten Job zu finden. Reggie besucht da die lokale Kirche, engagiert sich vor Ort für andere Kinder und Jugendliche, hilft und packt an wo es notwendig und ihm möglich ist. Er bekommt eine leitende Funktion in der Jugendarbeit der Kirche. Ein Kirchenmitglied ermöglicht ihm schließlich mit 18 Jahren eine Internationale Bibelschule in Tansania zu besuchen und stellt die benötigten Geldmittel dazu zur Verfügung.

Diese Zeit sollte das Leben von Reggie maßgeblich verändern. Dort lernt er Menschen aus der ganzen Welt kennen. Eine Gruppe Studenten aus Deutschland und den Niederlanden sind ergriffen von der Lebenssituation der Menschen in Reggies Heimat. Sie möchten gemeinsam mit Reggie diesen Kindern und Jugendlichen helfen. Gemeinsam entwickeln sie ein ganzheitliches Konzept: Sie wollen den Jugendlichen Hoffnung bringen. Und sie wollen tatkräftige Hilfe leisten. Die Studenten kehren nach der Studienzeit in ihre Heimatländer zurück. In den Niederlanden startet ein Team um Michael van Oostende – in Deutschland beginnt Anne Ländner mit der Arbeit: Sie begeistern und gewinnen Freunde in ihrem Umfeld. Die CityChurch Kirche in Würzburg, die KUMA Immobilien GmbH und wir von Open Heaven steigen als tragende Partner ein.

Reggie kehrt zurück nach Likoni, beginnt ein Fußballprojekt für Straßenkinder und startet eine wöchentliche Essensausgabe. Dann kommen die ersten Schulpatenschaften durch Sponsoren hinzu: HOPE FOR HOPE holt jetzt Kinder aus den Steinbruch-Arbeiten und bringt sie in die Schule. Ein Kindergarten, das Children Center, wird gegründet, ein Jugendzentrum gebaut sowie eine inzwischen sehr erfolgreiche Tanzgruppe ins Leben gerufen. Auch ein Musik- und Tonstudio läuft in dem Projekt.

Heute versorgt Reggie und sein Team, bestehend aus zwei Trainern, fünf Lehrern, einer Köchin und einer Bürokraft 200 Kinder täglich mit Essen. Etwa 40 Kinder haben zusätzlich die Möglichkeit in die Schule zu gehen und müssen nicht mehr in den Steinbruch um dort für das Familieneinkommen zu arbeiten.

Wir sind sehr glücklich und dankbar was durch HOPE FOR HOPE in den letzten Jahren in diesem Viertel passiert ist. Dank einem jungen Mann, der mit einer Vision, viel Mut und Tatendrang sowie mit der finanziellen Unterstützung und viel Engagement von Freunden aus Europa zurück in seinen Heimatort ging und jetzt dort den Kindern und Jugendlichen neben einer täglichen Versorgung, Freizeit- und Bildungsangebote Hoffnung und Perspektive schenkt.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle Freunde und Unterstützer dieses Projektes: Ihr habt diese wertvolle Arbeit und Entwicklung in all den Jahren so möglich gemacht. Das Leben vieler junger Menschen wurde – und wird auch in Zukunft – dadurch nachhaltig positiv verändert.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir noch mehr Menschen für dieses wunderbare Projekt erreichen könnten. Vielleicht kennst du ja noch die eine oder andere Person, die auch gerne Teil dieses Projektes sein möchte?

Bilder und weitere Infos unter www.open-heaven.eu/hope-for-hope

Geschrieben von Daniel Weber am 07.08.2017 um 19:11 Uhr.
Kategorien: Ausland, Berichte, HOPE FOR HOPE

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